Lombok & Gili Air 2025 – Eindrücke, Erfahrungen, Tipps

Wir waren vom 29. September bis zum 1. November 2025 auf Lombok und Gili Air. Die Reise war abwechslungsreich und spannend:

sehr schöne Orte, freundliche Menschen, gute Erlebnisse – aber auch Dinge, die uns überrascht und teilweise frustriert haben.

Hier unsere Eindrücke, Erfahrungen und Tipps.


1. Sekotong – ruhig, entspannt, viel Natur

Wir sind im Westen Lomboks, in Sekotong, gestartet. Still, abgeschieden, kleine Dörfer, wenig Tourismus. Gute Gegend, um anzukommen und runterzufahren.

Unterkunft: Sunset Bay Resort – 40€/Nacht 

  • kleine Apartments, jedes mit eigenem Pool
  • vier Nächte

Wir waren mit dem Roller unterwegs, haben Strände besucht, Restaurants getestet und uns umgeschaut. Wir haben im „Cocotinos“ Ju kennengelernt – sehr netter Kontakt,

Video „3 Minuten Leben – Ju aus Lombok“ bei YouTube und Instagram veröffentlicht:

Schnorcheln & Secret Gilis

Privater Schnorcheltrip zu den Secret Gilis (z.B. Gili Layar) mit Rauf und Sam.
– Schöne Unterwasserwelt, viele Fische, Schildkröten.
– Gleichzeitig deutlich sichtbarer Müll, auch im Wasser.

– Drohnenaufnahmen gemacht, kleines Missgeschick, Drohne mangels Akku kurz vor der Landung abgestürzt.

Video bei YouTube:

Eindruck

Wunderschöne Natur, ruhiger Start – aber Müll ist ein großes Thema. Uns hat das dort zum ersten Mal richtig beschäftigt. YouTube:

2. Blongas – viel Ruhe, große Pläne

Nach Sekotong ging es nach Blongas. Ruhige Bucht, wenig los. Für vier Tage Ruhe absolut okay, auch hier: viel Müll im Alltag sichtbar. Man verpasst nichts, wenn man den Ort auslässt.

Unterkunft: Belongas Bay Resort – 40€/Nacht mit Frühstück

  • komfortable Bungalows auf gepflegter Anlage
  • drei Nächte

3. Kuta Lombok – lebendiger Ort mit Höhen und Tiefen

Danach sind wir nach Kuta (Lombok).
Komplettes Kontrastprogramm: belebt, viele Roller, viele Restaurants, Tourismuszentrum. Auch in der Low Season ziemlich viel Betrieb.

Unsere Unterkunft

  • High Five Villa – 27€/Nacht ohne Frühstück
  • 7 Nächte
  • gut, aber neben sehr lauter Reggae-Bar

Essen & Cafés – unsere Empfehlungen

  • Kenza Café – gutes Essen, einmal in der Woche Party
  • Milk Espresso – gute Bar Zum Frühstücken
  • Radio Café – chillige Bar
  • Cantina Mexicana – lebendig, Mexican Food
  • Mandalika Beach Club – Beach Club mit Mindestverzehr

Aktivitäten

  • Strände in der Umgebung besucht (Mandalika Beach, Pantai Tanjung Aan, Pantai Mawun, Pantai Selong Belanak!!!!

Pantai Mawun, Mandalika Beach Club

  • Paragliding (Skylancing Lombok) ausprobiert → günstig (30€/Person), super organisiert, gute Erfahrung

Was uns nicht gefallen hat

  • sehr laute Nächte (Live-Musik teils bis 2:30 Uhr)
  • viele Kinder, die nachts Armbänder verkaufen → Kinderarbeit sichtbar und normalisiert
  • viel Verkehr, Scooter überall

Kinder halten sich nachts auf den Straßen auf und verkaufen Armbänder.

Unterm Strich: gute Base, tolle Cafés & Aktivitäten, aber hektisch und teilweise belastend.

4. Selong Belanak – schöne Auszeit

  • Strandtag in Selong Belanak, mit dem Scooter 30 Minuten von Kuta
  • Übernachtung im Ola Ola Lombok – 28€/Nacht mit Frühstück
  • sehr schöne Anlage, aber abends/nachts hört man die Scooter
  • Surfschulen, entspannte Stimmung, gutes Essen.
  • Besonders gut gefallen: Sempiak Resort Beachbar (Laut Biru Bar: auch als Nicht-Gast zugänglich).
  • Dazu eine lokale Recycling-Kunstinitiative (Plastik Kembali) – sehenswert: https://www.plastikkembali.com

Ola Ola in Selong Balank, Laut Biru Bar, Plastik Kembali

5. Tetebatu – Natur & Dorfleben

Zum Abschluss waren wir in Tetebatu. Kleine Bungalows zwischen Reisfeldern, ruhiger Ort, sehr herzliches Umfeld.

Unterkunft: Hidden Villas – 19€/Nacht mit Frühstück

  • 4 Nächte
  • mitten in den Reisfeldern
  • laut, da einige Moscheen in der Nähe
  • Besichtigung von Reisfeldern
  • Monkey Forest und Wasserfälle
  • Wasserfall Benang Kelambu (sehr empfehlenswert)
  • Dorfbesuch, Produktion von Kokosöl/Kaffee (nicht gemacht)

Besonderes Erlebnis: Wir sind zufällig in einen traditionellen Hochzeitsumzug geraten – sehr offene und freundliche Begegnungen.

  • Interview mit Indra über Gleichbereichtigung von Frauen in Indonesien:

6. Rinjani-Trek

Ich (Berthold) habe den Crater Rim Trek ab Sembalun gemacht. Start auf 1100 m, Übernachtung am Kraterrand, schöne Aussicht, anstrengend.
Anna blieb in Senaru (Embun Homestay – 10€/Nacht) und hatte dort eine sehr gute Zeit mit der Gastfamilie.

  • Es gibt drei Routen von Senaru/Sembalun aus, plus eine von Tete Batu aus.
  • Die Sembalun Route hat am wenigsten Höhenmeter: Von Sembalun (1156m) bis Craterrim (2639m), bis Rinjani Summit (3726m, nicht gemacht)
  • Eine Übernachtung am Kraterrand im Zelt (Boden sehr hart, Matte dünn)
  • Sonnenaufgang am Kraterrand und Aussicht sehr schön
  • Aufstieg sehr anstrengend, z.T. rutschiger Untergrund
  • Kosten: ca. 160€, einschließlich Übernachtung und Transport

Es gibt ein Youtube Video:

7. Gili Air – idyllische Insel ohne Motorenlärm

Die letzten zwei Wochen haben wir auf Gili Air verbracht
Insel zum Entspannen: keine Autos, stattdessen E-Scooter und Pferdekutschen, viele Strand-Restaurants. Da wir in der Low Season da waren, herrschte nicht so viel Betrieb.

Unsere Unterkünfte

  • Matahari Bungalows 2 (10 Nächte) – 18€/Nacht mit Frühstück, Klimaanlage
  • Westseite der Insel (direkt am Meer), daher Sonnenuntergänge
  • einfach, aber für den Preis ok
  • Star Bar Bungalows (5 Nächte) – 18€ pro Nacht mit Frühstück, Klimaanlage
  • Ostseite der Insel, direkt am Meer, Turtels Point
  • einfach, aber für den Preis ok.
  • Hier ist etwas mehr los als auf der Westseite

Matahari Bungalows 2, Star Bar Bungalows

Essen & Cafés – unsere Empfehlungen

  • Legend Bar (mittwochs Livemusik mit anschließender Party)
  • Zipp Bar (freitags Livemusik mit anschließender Party)
  • Chill Out Bar
  • Mowies
  • Sands Beach Club
  • Pachamama
  • Bambu Beach Restaurant

Aktivitäten

  • Strände in der Umgebung besucht
  • Schnorcheln, Korallenriff ist vom Strand aus zu erreichen, Maske und Flossen überall zu mieten
  • Schnorcheltrip mit dem Boot (8€/Person)
  • Spaziergänge über die Insel, alle Orte sind fußläufig oder mit dem Fahrrad zu erreichen (Letzteres ist manchmal wegen der sandigen Wege schwierig).
  • Massagen (8 – 10€|Stunde)
  • Cook classes (viele unterschiedliche Angebote)

Anmerkung: Die Fische waren nur für Berthold ein Genuss.

Was uns besonders gefallen hat

  • Leute sind sehr freundlich, interessiert, zugewandt und selbstbewusst, viele interessante Gespräche
  • Entspannte, chillige Atmosphäre auf der ganzen Insel, viele Palmen
  • Das weitgehend intakte Korallenriff, Turtles
  • Nicht überlaufen
  • keine Autos und keine Motorroller
  • Preis/Leistungsverhältnis

Was uns nicht so gut gefallen hat

  • Das nicht mehr ganz intakte Korallenriff, Boote und Touristen sowie der Klimawandel bedrohen das Riff sichtlich.
  • Pferde werden nicht geschont.
  • Müll im Inselinneren
  • Bei Ebbe zieht sich das Meer sehr weit zurück.

Unterm Strich: tolle Insel, tolle Cafés, Restaurants & Aktivitäten, aber auch hier Müllprobleme und Zeichen der Bedrohung des Idylls.

8. Praktische Hinweise

Transport

  • Kontakt mit einem Fahrer ab Flughafen → für mehrere Fahrten genutzt
  • Preise immer verhandelt (20 – 25€ für 50 – 90 Km)
  • Scooter oft nötig (besonders in Kuta) → 5€ pro Tag

Visa-Verlängerung (nötig, wenn man länger als 4 Wochen bleibt)

Eigentlich in Mataram nötig, aber wir haben ein Büro in Kuta genutzt (teurer, aber unkompliziert → Foto mit Handy, zwei Tage später fertig).

Frühstück & Unterkünfte

  • Unterkünfte meist einfach, sauber, alles funktional, mit Pool, günstig, gezielte Recherche lohnt sich (Kommentare auf Plattformen genau lesen)
  • Frühstück fast überall: Nasi/Mie Goreng, Pancake oder Omelett + 1 Getränk
  • Extras wie Früchte oder zweiter Kaffee kosten fast immer extra
  • Moscheen
  • Besonders in kleinen Orten viele und sehr laut eingestellte Lautsprecher. Teilweise lange Gebete/Ansprachen, das war für uns ungewohnt und manchmal anstrengend.

Fazit

Lombok und Gili Air waren für uns:

  • Natur & Strände → sehr schön
  • Menschen → freundlich, offen
  • Essen → abwechslungsreich möglich (wenn man sucht)
  • Aktivitäten → top
  • Realitätsthemen → Müll, Luftverschmutzung durch Müllverbrennung, Kinderarbeit, Verkehr sichtbar und teilweise belastend.

Trotzdem: wir sind froh, dort gewesen zu sein! YouTube:

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